Um die Suche nach dem Besitzer zu vereinfachen, können Sie Ihr gefundenes Tier auf unserer Plattform FindeDeinHaustier.de registrieren. Diese Maßnahme erhöht die Chancen einer schnellen Zusammenführung erheblich.
In dieser Schritt-für-Schritt Anleitung erfahren Sie alles Wichtige über Ihre Pflichten als Finder, die rechtlichen Rahmenbedingungen und wie Sie einem gefundenen Tier bestmöglich helfen können.
Erste Schritte nach dem Fund
Beim Fund eines Tieres ist schnelles und überlegtes Handeln erforderlich. Zunächst sollten Sie sich dem Tier vorsichtig und ruhig nähern, da auch sonst freundliche Tiere in Stresssituationen unberechenbar reagieren können.
Sicherheit des Tieres gewährleisten
Bevor Sie handeln, müssen Sie die Situation genau einschätzen. Bei freilaufenden Katzen sollten Sie zunächst beobachten, ob das Tier tatsächlich Hilfe benötigt. Besonders bei wohlgenährten Katzen mit glänzendem Fell handelt es sich häufig um Freigänger.
Sobald Sie ein verletztes oder offensichtlich hilfloses Tier entdecken, sichern Sie zuerst die unmittelbare Umgebung. Dies ist besonders wichtig, wenn sich das Tier in der Nähe von Straßen befindet. Sprechen Sie beruhigend auf das Tier ein und verwenden Sie eine Decke oder Jacke als schützende Abdeckung.
Für den sicheren Transport benötigen Sie:
Eine Transportbox mit Luftlöchern
Eine Decke oder ein Handtuch
Dickere Handschuhe zum Eigenschutz
Gegebenenfalls ein Netz für schwer einzufangende Tiere
Grundlegende Versorgung bereitstellen
Nach der Sicherung überprüfen Sie das Tier auf Verletzungen und seinen allgemeinen Gesundheitszustand. Bieten Sie dem Tier zunächst nur kleine Mengen Wasser an. Vermeiden Sie es, dem Tier sofort Futter anzubieten, da dies ohne Kenntnis möglicher Verletzungen oder Erkrankungen schädlich sein könnte.
Bei erkennbaren Verletzungen oder schlechtem Allgemeinzustand ist unverzügliches Handeln erforderlich. Kontaktieren Sie einen Tierarzt in der Nähe und kündigen Sie Ihre Ankunft an. Die Gemeinde übernimmt in der Regel die Kosten für die tierärztliche Erstversorgung.
Für eine effiziente Suche nach dem Besitzer empfehlen wir Ihnen, das gefundene Tier auf unserer Plattform FindeDeinHaustier.de zu registrieren. Parallel dazu sollten Sie das Tier auf einen Chip oder eine Tätowierung untersuchen lassen. Diese Identifikationsmerkmale können entscheidend sein, um den rechtmäßigen Besitzer ausfindig zu machen.
Beachten Sie außerdem, dass Sie das Tier nicht einfach behalten dürfen. Nach dem Fundrecht müssen Sie den Fund unverzüglich der zuständigen Fundbehörde oder einem beauftragten Tierheim melden. Anderenfalls könnte dies als Fundunterschlagung gewertet werden und rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Rechtliche Pflichten als Finder
Das Fundrecht in Deutschland regelt eindeutig die gesetzlichen Verpflichtungen beim Fund eines Tieres. Grundsätzlich gelten Haustiere rechtlich als Fundsachen, wodurch die Gemeinden als Fundbehörden zuständig sind.
Meldepflicht bei der Fundbehörde
Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch müssen Sie den Fund unverzüglich bei der zuständigen Fundbehörde anzeigen. Alternativ können Sie das Tier direkt in einem Tierheim abgeben, welches dann die Fundanzeige übernimmt. Diese Meldepflicht ist besonders wichtig, da eine unterlassene Anzeige als Fundunterschlagung gewertet werden und strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.
Dokumentation des Fundes
Bei der Dokumentation des Fundes sollten Sie folgende Informationen festhalten:
Fundort und Fundzeitpunkt
Beschreibung des Tieres (Rasse, Farbe, besondere Merkmale)
Erkennbare Kennzeichnungen wie Chip oder Tätowierung
Gesundheitszustand des Tieres
Bemerkenswert ist, dass in Deutschland etwa 54 Prozent der Hunde und Katzen nicht in einem Haustierregister registriert sind. Deshalb empfehlen wir zusätzlich zur behördlichen Meldung eine Registrierung auf FindeDeinHaustier.de.
Online-Registrierung des gefundenen Tieres
Die digitale Erfassung des Fundes erhöht die Chancen auf eine schnelle Zusammenführung mit dem Besitzer erheblich. Darüber hinaus arbeiten die Fundbehörden oftmals mit Tierschutzvereinen und Tierheimen zusammen, die über ein breites Netzwerk verfügen.
Sobald Sie die Meldung ordnungsgemäß durchgeführt haben, beginnt eine wichtige Frist: Nach sechs Monaten, gerechnet ab der Fundanzeige bei der zuständigen Behörde, können Sie das Eigentum an dem Tier erwerben. Allerdings hat sich in der Praxis eine frühere Abgabe an neue Besitzer unter Vorbehalt bis zur endgültigen Eigentumsübergabe bewährt.
Beachten Sie außerdem, dass die Gemeinden verpflichtet sind, Fundtiere artgerecht unterzubringen. Normalerweise erfolgt dies durch die Unterbringung in einem Tierheim. Die Tierschutzvereine und Tierheime übernehmen dabei eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe und sind für Spenden dankbar.
Suche nach dem Besitzer
Die schnelle Identifizierung eines gefundenen Haustieres erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Rückführung zum Besitzer erheblich. Deshalb empfehlen wir, zunächst systematisch nach Identifikationsmerkmalen zu suchen.
Überprüfung auf Chip oder Tattoo
Ein Mikrochip, etwa so groß wie ein Reiskorn, befindet sich normalerweise an der linken Halsseite des Tieres. Diese 15-stellige Nummer kann von Tierärzten, Tierheimen oder auch der Polizei und Feuerwehr ausgelesen werden. Alternativ können Tiere auch eine Tätowierung in den Ohren oder der Schenkelinnenseite tragen.
Allerdings ist zu beachten, dass in Deutschland etwa 54 Prozent der Hunde und Katzen nicht in einem Haustierregister registriert sind. Daher ist es besonders wichtig, zusätzliche Suchmethoden anzuwenden.
Aushänge erstellen
Erstellen Sie detaillierte Aushänge mit folgenden Informationen:
Fundort und Fundzeitpunkt
Genaue Beschreibung des Tieres
Ihre Kontaktdaten
Ein aktuelles Foto des Tieres
Bringen Sie diese Aushänge an stark frequentierten Orten wie Supermärkten, Tierarztpraxen oder Gemeindezentren an. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass der Besitzer auf Ihre Suchanzeige aufmerksam wird.
Digitale Suchmöglichkeiten nutzen
Nutzen Sie zusätzlich digitale Plattformen für Ihre Suche. Registrieren Sie das gefundene Tier auf unserer Plattform FindeDeinHaustier.de, die speziell für die Vermittlung von Fundtieren entwickelt wurde.
Darüber hinaus bieten soziale Medien und spezielle Online-Tiervermittlungsseiten weitere Möglichkeiten. Diese Plattformen ermöglichen eine größere Reichweite und erhöhen somit die Chancen auf eine erfolgreiche Zusammenführung.
Bedenken Sie außerdem, dass moderne GPS-Tracker und RFID-Technologie zunehmend bei der Tieridentifikation zum Einsatz kommen. Falls das gefundene Tier mit solchen Systemen ausgestattet ist, können diese bei der Suche nach dem Besitzer hilfreich sein.
Sobald Sie den rechtmäßigen Besitzer ausfindig gemacht haben, dokumentieren Sie die Übergabe sorgfältig. Dies schützt beide Parteien und entspricht den rechtlichen Anforderungen des Fundrechts.
Vorübergehende Betreuung
Während der Suche nach dem Besitzer benötigt ein Fundtier angemessene Betreuung. Die Gemeinden sind grundsätzlich für die vorübergehende Unterbringung und Versorgung von Fundtieren verantwortlich.
Artgerechte Unterbringung
Zunächst müssen Sie das Tier sicher und artgerecht unterbringen. Allerdings dürfen Sie das Tier nicht einfach bei sich behalten - dies könnte als Fundunterschlagung gewertet werden. Stattdessen sollten Sie das Tier bei der zuständigen Fundbehörde oder einem beauftragten Tierheim abgeben.
Falls Sie das Tier vorübergehend bei sich aufnehmen möchten, benötigen Sie die Zustimmung der Fundbehörde. Bedenken Sie dabei, dass Sie das Tier nach sechs Monaten erst als Eigentum erwerben können. Darüber hinaus empfehlen wir dringend eine Registrierung auf FindeDeinHaustier.de, um die Chancen auf eine schnelle Zusammenführung zu erhöhen.
Die artgerechte Unterbringung umfasst:
Eine ruhige, stressfreie Umgebung
Ausreichend Platz zur Bewegung
Saubere Schlaf- und Fressplätze
Regelmäßige Versorgung mit frischem Wasser
Tierärztliche Versorgung
Bei der medizinischen Versorgung von Fundtieren übernimmt normalerweise die Gemeinde die Kosten. Insbesondere nachts oder am Wochenende dürfen Sie ein verletztes Tier auch ohne vorherige Benachrichtigung der Gemeinde zum Tierarzt bringen.
Der Tierarzt wird dabei:
Den allgemeinen Gesundheitszustand überprüfen
Notwendige Behandlungen durchführen
Nach einem Mikrochip oder einer Tätowierung suchen
Gegebenenfalls den Besitzer ermitteln
Beachten Sie außerdem, dass bei ausgehungerten Tieren das Futter zunächst gut dosiert werden muss. Übermäßige Nahrungsaufnahme auf einmal kann für einen geschwächten Magen äußerst ungesund sein.
Darüber hinaus arbeiten viele Tierarztpraxen freiwillig mit Tierschutzvereinen zusammen und übernehmen teilweise die Behandlungskosten. Dies gilt besonders für Wildtiere, die nicht unter das reguläre Fundrecht fallen.
Schlussfolgerung
Das richtige Handeln beim Fund eines Haustieres erfordert sowohl Verantwortungsbewusstsein als auch Kenntnis der rechtlichen Rahmenbedingungen. Schnelles und korrektes Vorgehen erhöht die Chancen auf eine erfolgreiche Zusammenführung zwischen Tier und Besitzer erheblich.
Die Registrierung des gefundenen Tieres auf FindeDeinHaustier.de stellt dabei einen wichtigen Schritt dar. Unsere Plattform verbindet täglich Finder und Besitzer vermisster Haustiere und ergänzt die gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen wie Fundmeldung und tierärztliche Untersuchung.
Beachten Sie stets die gesetzlichen Fristen und Pflichten als Finder. Nach sechs Monaten können Sie zwar das Eigentum am Tier erwerben, allerdings müssen Sie bis dahin alle notwendigen Schritte zur Besitzersuche unternommen haben.
Die artgerechte Betreuung des Fundtieres steht dabei immer an erster Stelle - sei es durch Sie selbst oder durch ein Tierheim. Letztendlich tragen Sie durch Ihr verantwortungsvolles Handeln dazu bei, dass vermisste Haustiere sicher nach Hause zurückkehren können.